Nein, im steirischen Teufenbach parken keine
Stretch-Limousinen. Auch schöpft der Sänger und Songwriter Nik P. dort sein
Wasser nicht aus einem goldenen Brunnen.
Man muss seine Biografie kennen, um das zu verstehen. Diese hier auch nur in
kurzen Worten wiederzugeben, würde nicht funktionieren. Dazu hat Nik in den
knapp 40 Lebensjahren zu viel erlebt. Jedenfalls weiß der Mann, was
"zupacken" heißt. Um Dinge zu kämpfen. Liebe, Schmerz, Verzweiflung, Mut,
Euphorie - "sich durchbeißen".
Stationen, die einen Menschen prägen. Der Musiker Nik hat nun eine weitere
Ebene seiner kreativen Arbeit erreicht. "Superstar" ist die wohl rockigste
und modernste Nik P.-CD, die jemals das "Stall Records"-Studio verlassen
hat. Und sie ist auch die Persönlichste. Textlich arbeitete sich Nik in neue
Höhen empor. Vermied jeden faulen Kompromiss. Stellte so das Album auf
solide Beine. Es ist eine CD wie aus einem Guss. Keine Ausreißer, kein
Titel, bei dem man sich wünschen würde, er wäre nie aufgenommen worden.
Diese Kompromisslosigkeit katapultiert den jungen Steirer, der eigentlich
Kärntner ist, auf eine völlig neue Spielfläche - auf der er in Österreich
konkurrenzlos ist. Deutsch-Rock heißt die Branchenbezeichnung dafür.
Zwischen Austropop und Schlager steht nun Nik P. So gut wie nie zuvor. Satte
Gitarren, knackige Snare-Drums und wummernde Bässe geben das melodische
Bett. Die Texte kommen stets auf den Punkt. Gesülze wird vermieden. Es ist
schön zu hören, wie man Liebeslieder zu knackigen, tiefsinnigen Popsongs
werden lassen kann.